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Ein Stück Schwarzwald in Südamerika

Veröffentlicht am 03.11.2014 von Birgit Eisenbeis

Chalet_en_la_Colonia_TovarWas der Schwarzwald mit Südamerika zu tun hat? Mehr als man denkt. In Venezuela findet man ein Dorf, welches aussieht, als hätte man es komplett vom Kaiserstuhl nach Südamerika transferiert. Die Rede ist von Colonia Tovar.

Im Dezember 1842 wanderten 392 Bewohner des am Rande des Schwarzwald gelegenen Kaiserstuhls nach Südamerika aus. Dort gründeten sie die Gemeinde Colonia Tovar, welche sie in ihrer heimatlichen Tradition ausstatteten. Fachwerkhäuser, Schulen und Kirchen wurden im badischen Stil gestaltet. Da die Gemeinde das erste Jahrhundert weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten war, erhielten sich die Heimatbräuche weitgehend. Lieder und Brauchtum aus dem Kaiserstuhl werden bis heute an die jeweilige Generation weitergegeben, und auch der Dialekt der Region wird von den Älteren bis heute gesprochen.

Seit ihrer Anbindung an die Verkehrswege ist die Stadt ein beliebtes Touristenziel geworden.

Das Brauchtum wird auf verschiedene Arten und Weisen gepflegt: Zum Beispiel ist die einheimische Küche noch stark von der regionalen süddeutschen Küche geprägt: Wurst, Bier sowie die berühmte Schwarzwälder Kirschtorte werden in Colinia Tovar immer noch gerne gegessen. Es findet auch jährlich ein Oktoberfest statt, und auch der traditionelle süddeutsche Fasching wird nach wie vor gefeiert. Und auch unser aller Liebling kann in Colonia Tovar gefunden werden: Es werden nach wie vor Kuckucksuhren hergestellt, welche bei den Touristen sehr beliebt sind.

Wenn man also irgendwann während seiner Südamerika-Reise eine kurze Pause vom Trubel braucht, sollte sich einen Zwischenstop in Little Germany nicht entgehen lassen – und in der Ferne ein Stück Heimat genießen.

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