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Die Mutter aller geschnitzten Kuckucksuhren – die Bahnhäusle Uhr

Veröffentlicht am 28.10.2014

Antike Nachbildung 8-Tages-Uhrwerk 46cm von Rombach & Haas

Antike Uhr im Bahnhäusle Design mit 8-Tages-Uhrwerk von Rombach & Haas

Ein bedeutender Meilenstein in der Uhrenproduktion im Schwarzwald ist die Bahnhäusle-Uhr. Sie ist bis heute maßgebend für das Design der Kuckucksuhren, vor allem für die geschnitzten Uhren.

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Antike Nachbildung mit 8- Tages-Uhrwerk von Rombach & Haas

Doch wie kam es zu diesem Design? Ursprung war ein Wettbewerb im Jahr 1850.  Der Direktor der Uhrmacherschule in Furtwangen, Robert Gerwig, rief damals zu einem Designwettbewerb auf. Ein zeitgemäßes Uhrendesign wurde gesucht. Gewonnen hat diesen Wettbewerb Friedrich Eisenlohr, welcher Architekt für die damalige Eisenbahngesellschaft war. Er nahm das Äußere eines Bahnwärterhäuschens und gestaltete es mit einem Zifferblatt zu einer Uhr um. Mit diesem Design setzte er einen Trend, der sich bis heute bei der Schwarzwalduhr durchsetzen konnte. Die reich verzierten, oft mit Jagd- und Waldmotiven bestückten, geschnitzten Kuckucksuhren kamen zwar erst einige Zeit später. Die Ursprungsform des Bahnhäusles wurde jedoch beibehalten.

Auch heute noch kann man Uhren in dieser Art bekommen. Zwar haben sich die geschnitzten Uhren durchgesetzt und stehen oft als Sinnbild für den Schwarzwald. Einige Hersteller jedoch, wie zum Beispiel Rombach und Haas, bieten nach wie vor Nachbildungen der frühen Bahnhäusle-Uhren an.


In die wilden Tiefen des Schwarzwaldes eintauchen: Der Schluchtensteig

Veröffentlicht am 09.07.2014

Foto: Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Foto: Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Als besonders charakteristisches Reiseziel im Schwarzwald gilt der sogenannte Schluchtensteig. In sechs Tagesetappen zwischen 18km und 22km wandert man von Stühlingen bis Wehr durch den traumhaft schönen Südschwarzwald. Dabei sind es vor allem die tiefen Schluchten des Mittelgebirges, welche die Touristen in ihren Bann ziehen. Schäumende Gischt, tosende Wasserfälle, alles umgeben von den Geräuschen des Waldes: Wer wirklich vom Alltag abschalten will, sollte in dieses Stück Schwarzwald eintauchen.

Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Die Etappen führen durch die Schluchten und danach wieder auf Aussichtshöhen, bei denen man die ganze Ausmaße des Schwarzwaldes betrachten kann. Wutachschlucht, Lotenbachkamm, Schleifenbachfälle, Haslachschlucht, Hohwehraschlucht und Wehratalschlucht liegen auf dem Weg der 120km langen Strecke.

Wer die wilde Schönheit des Schwarzwaldes entdecken möchte, sollte eine Tour durch den Schluchtensteig definitiv in seinem Schwarzwaldurlaub einplanen. Einige Impressionen der Tour gibt es hier:

 

 

 


Wunderschöne Sieger der ‚Schwarzwalduhr des Jahres‘ von Hubert Herr

Veröffentlicht am 06.05.2014

Schwarzwalduhr des Jahres 2011

Schwarzwalduhr des Jahres 2011 von Hubert Herr

In den vergangenen Jahren konnte einer der ältesten Traditionsbetriebe den Wettbewerb Schwarzwalduhr des Jahres für sich entscheiden. Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begannen die Brüder Andreas und Christian Herr in ihrem Schwarzwälder Bauernhaus mit der Herstellung der ersten Kuckucksuhren. Einer ihrer Nachfahren, Hubert Herr, war es schließlich, der den Betrieb Hubert Herr im heutigen Firmengebäude in Triberg  etablierte. Mittlerweile ist der Betrieb in der fünften Generation und immer noch fest in der Hand der Familie Herr.  Klaus, Reinhard und Hugo Herr, die Enkel von Firmengründer Hubert, leiten heute das Unternehmen.

Eine Besonderheit aller Hubert Herr Uhren ist, dass jegliches Einzelteil – von den Außenschnitzereien bis zum Uhrwerk – im eigenen Haus gefertigt wird.

Im Jahr 2011 und 2013 konnte dieser Traditionsbetrieb den Wettbewerb Schwarzwalduhr des Jahres für sich entscheiden. Die Schwarzwalduhr des Jahres 2011 wartete mit der originellen Idee einer Bäckerei auf, die in das Schwarzwaldhaus integriert ist. Der Bäckermeister holt gerade die Brote aus dem Ofen, während im Hintergrund die Mühle das Korn mahlt. Die Hühner picken eifrig die runtergefallenen Körner auf. Währenddessen kühlen die frisch gebackenen Brote auf einem Holzregal ab. Das ganze ist ummalt von dem typischen charmanten Schwarzwald-Chalet, auf dem als Zeichen der Bäckerei-Innung Brezeln angebracht sind.

Schwarzwalduhr des Jahres 2013 von Hubert Herr

Schwarzwalduhr des Jahres 2013 von Hubert Herr

Auch bei der Schwarzwalduhr des Jahres 2013 sorgte die besonders ausführliche Gestaltung für den Gesamtsieg. Auch wenn die Holzwirtschaft oft Thema der Kuckucksuhren ist, ist sie bei diesem Modell besonders schön und vielseitig in Szene gesetzt worden.  Besonders auffällig sind die sich rechts befindlichen Schwarzwälder Pferde: Sie sorgen für den Transport der Stämme – zur vollen Stunde drehen sie sich im Kreis. Auch die Holzsäger in der Mitte bewegen sich beim Stundenwechsel. Ganz links sieht man die Sägemaschine, welche die Stämme in Bretter zerlegt.

Zu Recht konnte das Traditionsunternehmen Hubert Herr den Titel in diesen beiden Jahren für sich entscheiden. Sie haben die Uhrmacher-Erfahrung aus Jahrhunderten genutzt und Modelle gefertigt, die traditionell und gleichzeitig neuartig sind. Man darf gespannt sein, wer den Wettbewerb im Jahr 2014 für sich entscheiden kann.


Die Schwarzwalduhren des Jahres – Plattform des Schwarzwälder Kulturgutes

Veröffentlicht am 30.04.2014

Schwarzwalduhr des Jahres 2007 von Anton Schneider

Schwarzwalduhr des Jahres 2007 von Anton Schneider

Die besonders ausführlich gestalteten Schwarzwalduhren des Jahres sind für die Hersteller eine Möglichkeit, ihr ganzes Können zu zeigen. Noch mehr als sonst können sie bei den Chalet-Modellen Details hinzufügen, Szenen darstellen und somit das bäuerliche Leben des Schwarzwaldes wieder aufleben lassen. Bei dem Wettbewerb Schwarzwalduhr des Jahres stehen oft Modelle im Mittelpunkt – und am Ende auf dem Siegertreppchen – die dieses Schwarzwald-Leben besonders gekonnt darstellen. Szenerien aus dem früheren Schwarzwälder Alltag sind so gut nachgearbeitet, dass man sich fühlt als wäre man Teil des Ganzen.

Die Schwarzwalduhr des Jahres 2007 kommt aus dem Hause Anton Schneider und heißt ‚Der Schwarzwaldhof’. In liebevoller Kleinarbeit geschnitzt kann man hier zwei Waldarbeiter nach getaner Arbeit sehen, die sich ihr Feierabendbier gönnen. Elemente des Waldes umgeben die beiden, wie zum Beispiel Rehkitze und Tannenbäume. Auch die Balkone sind im Stil des Waldes geschnitzt.

Schwarzwalduhr des Jahres 2005 von Rombach & Haas

Schwarzwalduhr des Jahres 2005 von Rombach & Haas

Der Fokus mehr auf dem bäuerlichen Leben liegt bei der Schwarzwalduhr des Jahres 2005 von Rombach und Haas: Die Bäuerin und der Bauer versorgen die Tiere, unter anderem ihr wunderschönes Schwarzwälder Kaltblut. Dies ist eine Pferderasse, deren Ursprung schon auf das Mittelalter zurück geht und besonders den Gegebenheiten des rauen Schwarzwaldes angepasst ist.  Sie sind robust,  zäh und genügsam und konnten damit die harte Arbeit und schweren Bedingungen besonders gut durchhalten.

Schwarzwalduhr des Jahres 2006 von Hönes

Schwarzwalduhr des Jahres 2006 von Hönes

Eine besondere Szene des Schwarzwälder Lebens wurde in der Schwarzwalduhr des Jahres 2006  aus dem Hause Hönes festgehalten: Nachdem der Uhrmacher eine Schwarzwälder Uhr fertig gestellt hat, wird diese nun von dem Schwarzwälder ausgeliefert. Da viele Schwarzwaldhöfe entfernt von Städten lagen, war es oft ein tagelanger Fußmarsch, bis die Uhr an ihrem Bestimmungsort ankam. Seine Frau, mit dem traditionellen Bollenhut bekleidet, winkt ihm trauernd zum Abschied nach. Währenddessen ist der Uhrmacher schon mit der Gestaltung von der nächsten Kuckucksuhr beschäftigt. Umgeben ist diese Momentaufnahme von einem aufwendig und liebevoll gestalteten Schwarzwaldhof, der mit handbemalten Fensterläden- und Kästen und anderen Details wunderschön aussieht.

Es gibt wohl kaum etwas, was das ursprüngliche Leben des Schwarzwaldes so gut festhält wie die Ausgestaltungen der Schwarzwalduhren. Bei den Kuckucksuhren des Jahres werden somit gleich zwei Aspekte gewürdigt: Zum einen die handwerklichen Fähigkeiten der Uhrmacher, zum anderen die Überlieferung und Erhaltung der Schwarzwälder Kultur.


Kuckucksuhren des Jahres von August Schwer

Veröffentlicht am 25.04.2014

2004

Kuckucksuhr des Jahres 2004

Seit dem Jahr 2004 gibt es eine prestigeträchtige Auszeichnung mehr: Der Verein ‚Die Schwarzwalduhr‘ kürt seitdem jährlich eine ‚Schwarzwalduhr des Jahres’. Damit werden besonders kreative, hochwertige und schöne Kuckucksuhren gewählt, die selbst inmitten der Schönheit der Kuckucksuhren herausstechen.

In den ersten Jahren wählten die Hersteller unter sich ihre Favoriten aus, dies geschah in der Regel bei der Jahreshauptversammlung des Vereins ‚Die Schwarzwalduhr‘. Danach wurde jedoch der Modus verändert und es ist eine offene Wahl. Sie findet jährlich im Rahmen einer Ausstellung in einem Museum der Region statt. Hier werden in der Regel zwölf Uhren von sechs verschiedenen Herstellern ausgestellt und die Besucher können hierbei ihren Favoriten wählen.

2008

Kuckucksuhr des Jahres 2008

Ein paar Jahre Jahre waren es vor allem die Uhren eines Herstellers, die den Preis absahnen konnten: Die Kuckucksuhr des Jahres 2004 und dann in Folge die Kuckucksuhr des Jahres 2008, Kuckucksuhr des Jahres 2009 und die Kuckucksuhr des Jahres 2010 kommen aus dem prestigeträchtigen Haus August Schwer in  Schönwald.

2009

Kuckucksuhr des Jahres 2009

Bei allen vier Modellen handelt es sich hierbei um besonders detailreich gestaltete Modelle der bekannten August Schwer-Chalet Uhren. Aufwendig dargestellt wird zum Beispiel bei der Kuckucksuhr des Jahres 2004 die Szenerie eines bunten Volksfestes, zu dem die Glöcknerin läutet. Das Fest findet an einem massiven Schwarzwaldhaus statt, das mit besonders viel liebevollen Details einhergeht.

2010

Kuckucksuhr des Jahres 2010

Dies ist auch bei der Kuckucksuhr des Jahres 2008, ebenfalls aus dem Hause August Schwer, sehr deutlich: Spielende Kinder mit Tieren stehen im Vordergrund der Momentaufnahme, doch sind es vor allem die Details, die dem Betrachter auf den zweiten Blick ins Auge fallen und diese Uhr zu etwas Besonderem machen: Die ausführliche Gestaltung der Fensterläden, die liebevoll arrangierten Pflanzungen, die sorgfältigst geschnitzten und bemalten Hausdetails – bei den Kuckucksuhren des Jahres ist die sowieso schon außergewöhnliche Handwerkskunst der Uhrengestaltung auf einem noch höheren Level als sowieso schon.

Auch in den nachfolgenden Jahren hielt August Schwer die Messlatte besonders hoch: Die Kuckucksuhr des Jahres 2009 zeigt zwei Schwarzwald-Bauern bei ihrem Feierabendbier vor dem aufwendig gestalteten Schwarzwaldhaus, mit einem Brunnenhaus und einem Wegekreuz. Die Kuckucksuhr des Jahres 2010 ist auch eine Chalet-Uhr, diesmal stehen die wunderschönen Schwarzwald-Pferde im Mittelpunkt.

Wer eine besondere Kuckucksuhr sucht, welche besonders üppig ausgestaltet ist, wird bei den Kuckucksuhren des Jahres der Firma August Schwer auf jeden Fall fündig. Bei diesen Uhren haben die Uhrmacher aus dem Schwarzwald ihrer Kreativität besonders freien Lauf gelassen – und dabei wunderschön gestaltete, besondere Kunstwerke geschaffen. Diese Kunstwerke werden wir Ihnen in den nächsten Wochen näher vorstellen.


Früher was alles besser? Camping im Schwarzwald nicht!

Veröffentlicht am 09.04.2014

© Christoph Duepper, Hochschwarzwald.de

© Christoph Duepper, Hochschwarzwald.de

Wer die wunderschöne Natur des Schwarzwaldes hautnah erleben möchte, macht dies am besten, indem er seine Zeit auch direkt in ihr verbringt. Doch wer bei einem Campingtrip an harte Isomatten, nerviges Zeltaufbauen und dem Suchen nach der Gasflasche verbindet, sollte umdenken.

Am malerischen Schluchsee gelegen bietet das Schwarzwaldcamp tolle Möglichkeiten des Campings auch für Stadtkinder. Wer keine eigene Ausrüstung besitzt und mit dem Aufbauen sowieso überfordert wäre, dem wird vor Ort eine Lösung geboten: Entweder man mietet sich in einem bereits aufgebauten 2- oder 4 Personen Zelt ein. Nur noch Schlafsack und Unterlage müssen ausgerollt werden, bevor es mit dem Campingvergnügen losgehen kann. Auch Suiten komplett mit Matratzen, Kochgeschirr und weiterer Einrichtung kann man buchen. Für dieses doch sehr komfortable Camping wurde der Begriff Glamping erfunden: Camping verbunden mit Glamour, eben für die Personen, die ein bisschen Bequemlichkeit doch schätzen – oder keine eigene Campingausrüstung haben.

Eine weitere besondere Art des Campings kann man ab diesem Jahr im Schwarzwald erleben: Beim Baumcamping wird das Zelt in 2m Höhe montiert. Mit einer Strickleiter erreichbar kann man somit zwischen den rauschenden Bäumen des Schwarzwald liegen und in die Sterne schauen – denn bei gutem Wetter ist das Dach auch abmontierbar.

© Hochschwarzwald.de

© Hochschwarzwald.de

Für Familien, die die Natur möglichst nahe erleben wollen, ist Glamping auf dem Hilserhof bei Triberg ideal. Das Zelt ist mit 45 qm schon so groß wie eine kleine Stadtwohnung, aber dennoch merkt man an jeder Ecke die Nähe zur Natur: Die urige Einrichtung aus Holz, die gemütlichen Betten mit Schafswolledecken oder einfach nur die Tatsache, dass man vor das Zelt tritt und mitten im tiefsten Schwarzwald steht.

Wer Lust auf mehr bekommen hat, sollte sich beeilen: Die Glamping-Zelte im Schwarzwald sind bestimmt schnell ausgebucht.


Sagenumwobener Ort – Der Mummelsee im Schwarzwald

Veröffentlicht am 01.04.2014

Foto: Nobert Hüttisch

Im Schwarzwald gibt es viele Orte, die so besonders sind, dass sie scharenweise Besucher anziehen. Oft durch ihre atemberaubende Schönheit und Besonderheit, wie zum Beispiel die Wasserfälle von Triberg. Viele Orte besitzen auch eigene Sagen und Legenden, die sich in der langen und besonderen Geschichten des Schwarzwaldes gebildet haben.

Ein besonders sagenumwobener Ort ist der Mummelsee bei Achern im nördlichen Schwarzwald. Während er früher von der Außenwelt weitgehend abgeschnitten war, zählt er heute durch seine Lage an der Schwarzwaldhochstraße zu einem der meist besuchten Seen im Schwarzwald.

Doch nicht nur seine atemberaubende Schönheit lockt die Besucher an – rund um den See ranken sich einige Mythen und Legenden. Eine besagt, dass sich an der Stelle des Sees einst ein Kloster befand. Durch den Zorn des Himmels wurde dies jedoch komplett zerstört und an der Stelle des Klosters befindet sich seitdem ein tiefdunkler See. Die Anwohner berichteten jedoch immer von guten Taten, die ihnen zu Gute kamen – zum Beispiel wachten die Hausfrauen morgens zu einer geputzten Stube auf, oder die Tiere waren bereits versorgt wenn die Bauern in die Ställe kamen. Dies wurde den guten Seelen des ehemaligen Klosters zugeschrieben.

Eine andere Sage erzählt, dass ein junger Hirte dort in der Nähe eine wunderschöne Jungfrau kennenlernte. Die beiden trafen sich regelmäßig und erzählten sich stundenlang Geschichten, bis die Sonne unterging. Das Mädchen warnte den Knaben jedoch immer streng, sie auf keinen Fall am See aufzusuchen, selbst wenn sie mehrere Tage nicht zu ihren Treffen kam. Doch eines Tages war die Sehnsucht zu groß und er ging zum Mummelsee, um das Mädchen zu suchen. Als er dort ihren Namen rief, kam ein lautes Ächzen aus der Tiefe des Sees und das Wasser färbte sich blutrot. Der Knabe lief voller Panik nach Hause, wo er starb.

Eine dritte Legende besagt, dass im Mummelsee Geister leben, welche nachts in der Nähe der Menschen kamen. Die Bewohner der Gegend bemerkten, dass die Geister ärmlich bekleidet waren und wollten ihnen etwas Gutes tun. Also schenkten Sie ihnen Kleider. Die Geister waren jedoch entzürnt, zum einen weil die Menschen ihr nächtliches Treiben bemerkten und zum anderen, weil sie sich in ihrem Stolz verletzt fühlten. Somit verschwanden die Geister beleidigt im See und ließen sich bei den Menschen nicht mehr blicken.

Wie man sieht, liefert die wildschöne Romantik des Mummelsees Inspiration für viele Legenden. Und wer weiß – vielleicht ist an diesem bezaubernden Ort tatsächlich mehr passiert, als man denkt?


Der ältere Bruder der Kuckucksuhr: Die Schilderuhr

Veröffentlicht am 18.03.2014

Schilderuhr-8-Tages-Uhrwerk-40cm-von-Rombach-Haas__1012_7378_01Mit der Kuckucksuhr verbinden die meisten vor allem zwei Modelle: Die geschnitzten Kuckucksuhren sowie Uhren im Chalet-Stil. Vor diesen beiden Uhren steht jedoch eine lange und reichhaltige Geschichte der Uhrenproduktion im Schwarzwald, bei welcher die beiden oben genannten Modelle sogar relativ spät erst entstanden sind.

Wieso gerade der Schwarzwald zum Zentrum der Uhren wurde, liegt vor allem an der Kombination von zwei Faktoren: In den langen, harten Wintern des Schwarzwalds suchten sich die Menschen schon früh lohnenswerte Beschäftigungen für die kalte Jahreszeit. Eine davon war das Schnitzen von Holz und das Herstellen von Gegenständen des täglichen Lebens. Als es dann durch technische Neuerungen möglich war, Uhren mit Holzuhrwerken auszustatten, konnten die Schwarzwälder mit den eigenen Ressourcen und Fähigkeiten Uhren produzieren.

1Schilderuhr-8-Tages-Uhrwerk-33cm-von-Rombach-Haas__1012_3402_01Lange vor der uns bekannten Kuckucksuhr gab es jedoch zunächst einmal andere Uhren, die typisch für den Schwarzwald sind. So zum Beispiel die heute beliebte Schilderuhr, auch genannt Lackschild-Uhr. Diese wird komplett in Handarbeit gefertigt und durchläuft einen interessanten Fertigungsprozess: Zunächst wurde ein Tannenschild in Leimwasser getränkt und mit Kreidepulver überzogen. Nach dem Trocknen wurde eine weitere Schicht aufgetragen, welche nach der Trocknung dann geschliffen wurde, bevor die Uhrenziffern und Dekoration aufgemalt wurden. Noch heute werden zum Beispiel die Schilderuhren der Firma Rombach & Haas von Hand bemalt und sind damit wunderschöne Einzelstücke.

Noch heute erfreuen sich diese traditionellen Uhren einer großen Anhängerschar. Neben den Kuckucksuhren sind sie das bekannteste Exportgut der Schwarzwald-Uhrenmanufakturen, auch wenn sie dem großen Bruder Kuckucksuhr oft das Scheinwerferlicht überlassen müssen.


Traditionsunternehmen aus Schonach: Anton Schneider Kuckucksuhren

Veröffentlicht am 11.03.2014

Schneider Cuckoo-Clock-1-day-movement-Chalet-Style-28cm-by-Anton-Schneider__4032632400701_30-MT-11009_MT11009Schon seit 1848 produziert das Unternehmen Anton Schneider Kuckucksuhren, angefangen im heimischen Bauernhaus der Familie. Seit sechs Generationen werden somit die Schneider-Qualitätsuhren in Schonach im Schwarzwald hergestellt. Die tiefe Verbundenheit zur Region ist ein wichtiger Bestandteil bei der liebevollen Kreation der Uhren:  Das Motto lautet Fertigung in einer traditionsreichen Umgebung mit neuesten Gerätschaften. So entstehen traditionelle Kuckucksuhren, die jedoch auf die modernste Art gefertigt werden und dementsprechend eine hohe Qualität haben.

 Schneider Cuckoo-Clock-8-day-movement-Carved-Style-88cm-by-Anton-Schneider__4032632500623_30-8T-MT2457H_8TMT2457HMit dieser Verbindung aus Moderne und Tradition hat sich Anton Schneider Kuckucksuhren zu einer der größten Uhren-Manufakturen des Schwarzwalds etabliert. Junge Auszubildende werden von erfahrenen Schnitzern in die Kunst der Holzbearbeitung eingeweiht, damit die Kuckucksuhren-Kunst weiterhin ein Teil der Region bleibt. Besonders bekannt ist Anton Schneider für seine beweglichen Figuren und verschiedenen Musikarten der Chalet-Uhren. Doch auch die traditionellen geschnitzten Kuckucksuhren aus dem Hause Schneider sind bei Kennern bekannt und beliebt.

 

 

 


Schneeschuh-Wandern im Schwarzwald – Natur pur

Veröffentlicht am 04.03.2014

Feldberg Schneeschuhwanderer

© Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Neben den zahlreichen typischen Wintersportarten hat es in den letzten Jahren noch eine weitere Sportart im Schwarzwald zu großer Beliebtheit gebracht: Das Schneeschuhwandern ist mittlerweile so verbreitet, dass geführte Touren von jeder Art angeboten werden.

Doch zunächst zum Ursprung: Viele Urvölker nutzten bereits große Schneeschuhe in der Form von Tennisschlägern. Der genaue Ursprung ist nicht geklärt, aber von den Inuit bis zum Kaukasus wurden frühe Spuren von Schneeschuhen gefunden. Früher waren sie ein lebenswichtiges Utensil, um die Bevölkerung schneereicher Region mit der Außenwelt zu verbinden oder die Jagd zu ermöglichen.

Heute hingegen sind die Schneeschuhe ein immer beliebteres Sportgerät. Die Voraussetzungen für das Schneeschuh-Laufen sind denkbar einfach: Jeder, der laufen kann, kann auch Schneeschuh laufen. Alles was man braucht, ist ein wenig Schnee und viel Natur. Weitere Anlagen wir Lifte oder Loipen sind beim Schneeschuhlaufen überflüssig.

Im Schwarzwald kann man dann zum Beispiel eine Mondscheintour über Hinterzarten machen, eine Feldberg-Panoramatour mit anschließendem Eintopf-Essen  unternehmen oder mit einer leichten Tour übers Windeck beginnen. Mit der Flexibilität der Schneeschuhe kann man die Winterwelt des Schwarzwalds auf seine Art und Weise in sich aufsaugen.


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